Die Datca-Halbinsel ist eine der letzten Refugien, wo Tier- und Pflanzenwelt, Wasser und Luft noch intakt sind.
Das 8000-Einwohner-Städtchen Datca liegt auf dieser nur wenige Kilometer schmalen, etwa 70 Kilometer langen
und bis zu 1400 Meter hohen, gebirgigen, waldreichen Halbinsel zwischen Ägäis und Mittelmeer. Auf Schritt und
Tritt stößt man hier auf die Überreste der altgriechischen Stadt Knidos, die ab 700 v.Chr. Mittelpunkt der
dorischen Hexapolis zwischen Kos, Rhodos und Halikarnassos (heute Bodrum) war. Türkische und deutsche Archäologen
graben hier seit 15 Jahren das laut Herodot nach Olympia und Delphi wichtigste Heiligtum, den Apollotempel
Triopion aus, einen Orakelplatz, an dem sich alljährlich die dorischen Fürsten, Krieger, Sportler und Theaterleute
der Hexapolis zu Beratungen, Wettkämpfen und Kulturveranstaltungen trafen.
Ein Küstenstreifen zwischen Triopion und Datca birgt ein bisher allerdings nur Geologen
und dem Umweltschutzverein Datca (Datçev) bekanntes "Naturwunder" - das "Gebekum", türkisch für "Schwangerer Sand".
Es besteht aus sechs Millionen Jahre alten Dünen, die die Geschichte der Fauna und Flora des Mittelmeers bergen.
Datca selbst ist Kreisstadt für einige Dörfer, in denen vor allem Oliven, Zitrusfrüchte, Tomaten und Kürbisse angebaut werden. An den bislang vom europäischen Massentourismus verschont gebliebenen Stränden und Hängen verbringen in den drei Sommermonaten vor allem Familien aus Ankara, Istanbul und Izmir ihren Jahresurlaub in Genossenschaftssiedlungen. Dann leben auf der Datca-Halbinsel bis zu 30.000 Menschen, im Rest des Jahres sind es 10.000, weit weniger als im 4. Jahrhundert des Praxiteles.
Weitere Informationen über Datca und Umgebung finden Sie unter:
www.datcainfo.com
